DSL-Breitband-Internet von DSL über ADSL2+ bis hin zu VDSL
Das Internet hat sich in den Jahren ab 1995 radikal gewandelt. Mit Entwicklung und Einführung der HTML-Sprache durch Tim Berners Lee sowie die Entwicklung des ersten erfolgreichen Browsers durch Marc Andreessen, dem Netscape-Navigator ist die Anzahl der neuen Webseiten im Internet explosionsartig gestiegen und entsprechend hoch war und ist die Nachfrage von Internet-Anschlüssen.
Reichte es in den 1990er Jahren noch aus, einen Analog- oder vielleicht noch ISDN-Anschluss fürs Internet zu nutzen, sind seit Ende der 1990er Jahre ganz andere Internet-Geschwindigkeiten gefragt. Analog- bzw. ISDN-Verbindungen bieten dem User Geschwindigkeiten von maximal 56 KBit/s (analog) bzw. 64 KBit/s (ISDN); mit Einführung von grafikbasierten Webseiten, Flash-Animationen und MySQL-Datenbanken, reichten diese Schmalbandzugänge nicht mehr aus.
Aus diesem Grund führte die Deutsche Telekom Ende der 1990er Jahre erstmalig Breitband-Anschlüsse ein, die unter dem Namen T-DSL vermarktet wurden und eine Geschwindigkeit von 768 KBit/s im Download bzw. 128 KBit/s im Upload versprachen. Bei T-DSL handelt es sich eigentlich die so genannte ADSL-Technologie. Die Deutsche Telekom wollte aber ein einheitliches Firmen- und Produktbild und stampfte neben T-Com, T-Online, T-Systems auch das Produkt T-DSL aus dem Boden. Seit dem Jahre 2007 hat bei der Deutschen Telekom ein Umdenken stattgefunden; die Unternehmensteile T-Com und T-Online wurden zu T-Home verschmolzen; die Mobilfunksparte T-Mobile soll folgen und ebenfalls in T-Home mit einfließen und das Produkt "T-DSL" nennt sich heute nur noch "DSL".
Während T-DSL, bzw. DSL lediglich eine Geschwindigkeit von bis zu 6.000 KBit/s im Download erlaubt, wurde die "Muttertechnologie", nämlich ADSL auf ADSL2+ erweitert und ermöglicht Geschwindigkeiten von bis zu 16.000 KBit/s. ADSL2+ erreicht aber hier seine Grenzen und deshalb war eine Technologie der nächsten Generation gefragt. Diese Technologie nennt sich VDSL und erlaubt eine Geschwindigkeit von bis zu 50 MBit/s. Allerdings basiert VDSL überwiegend auf Glasfaser, wenn VDSL in der "letzten Meile" auch noch über die Kupferleitung der alten Telefonleitungen geführt werden muss.
Bei den Technologien T-DSL bzw. DSL, ADSL2+ sowie VDSL handelt es sich überwiegend um Verbindungen, die die Daten "asymmetrisch" übertragen. Das heißt, die Download-Geschwindigkeit ist in der Regel wesentlich höher als die Upload-Geschwindigkeit. Firmen mit einem permanenten Internet-Anschluss nutzen deshalb die so genannte SDSL-Technologie. Hierbei sind sowohl Download- als auch Upload mit der gleichen Geschwindigkeit möglich. Außerdem verfügen diese Verbindungen über eine eigene IP-Adresse, über die das Unternehmen permanent erreichbar ist. Die Kosten für SDSL im Verhältnis zu DSL bzw. ADSL liegen etwa um den Faktor 10 höher, sind also relativ teuer. Mit Einführung der VDSL-Technologie gleichen sich die Kosten allerdings mehr und mehr an.
Die schnellen Datenverbindungen haben nicht nur die Festnetze erreicht, sondern
auch die Mobilfunknetze. Neben UMTS und UMTS-HSPA sind weitere Technologien
am Markt wie beispielsweise WiMAX oder auch LTE, die an die Breitband-Geschwindigkeiten
heutiger Festnetz-Technologien heran kommen. Hierdurch ergeben sich nicht
nur ganz andere Möglichkeiten für die Handys zum Telefonieren sondern
auch für die mobile Anbindung ans Internet. In Handys bzw. Smartphone
sind heute auch Digitalkameras und Videokameras integriert, deren Bilder bzw.
Filme für die Digitalfotografie
über MMS verschickt werden können und gleich schon für die
Integration in Webseiten optimiert sind.
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