ADSL bietet in der Erweiterung eine Maximalgeschwindigkeit von bis zu 16 MBit/s
Die in Deutschland am häufigsten genutzte Technologie zur Übertragung von digitalen Breitband-Internet-Informationen ist die so genannte "Asymmetric Digital Subscriber Line", kurz ADSL.
ADSL:
Die Bezeichnung "Asymmetric" sagt aus, dass die Informationen aus dem Internet "asymmetrisch" fließen, wobei die Upload-Geschwindigkeit (Anfrage ins Internet) immer wesentlich geringer ist als die Download-Geschwindigkeit (Antwort aus dem Internet). So werden beispielsweise DSL-Zugänge mit Geschwindigkeiten (Upload : Download) von 256 KBit/s : 6000 KBit/s, oder auch 500 KBit/s : 16000 KBit/s angeboten.
Realisiert wird ADSL in den Backbones (Hauptstränge) über Glasfaser und in der "letzten Meile" (Strecke von dem letzten Verteilerkasten bis zur TAE-Steckdose des Kunden) über die alte Telefonleitung und somit über Kupferkabel. Die in diesen Netzen installierte ADSL-Gerätetechnik benutzt Frequenzbereiche, die oberhalb des für den ISDN-Basis-Anschluss verwendeten Frequenzbereichs von 130 KHz liegen. Hierdurch ist es möglich, dass der Endkunde, neben DSL, zeitgleich auch telefonieren oder andere Dienste wie FAX über die alte Telefonleitung nutzen kann. Dies gilt sowohl für alte Analog- oder ISDN-Verbindungen.
Die Datenübertragung läuft in 4,3125 kHz Bändern mit einer Datenrate von je 4 kbit/s im Bereich von 138 - 275 kHz für den Upstream und 275 - 1104 kHz für den Downstream. Da die alten Kupferleitungen ursprünglich gar nicht für die Übertragung mit einer Bandbreite von etwa 1 MHz vorgesehen waren, wird die jeweilig letzte Meile vom Endgerät zur Vermittlungsstelle "ausgemessen" und einzelne "Bänder" ggf. "ausgeblendet". Hierdurch werden weitgehend mögliche Störungen im Datenfluss vermieden.
Die Funktionsprinzipien der ADSL-Technik umschreibt man mit "Frequenzmultiplexverfahren" und "Fouriertransformation". ADSL-Modems enthalten als wesentliche Bestandteile einen schnellen Analog-Digital-Wandler und einen digitalen Signalprozessor zur Berechnung der Fouriertransformationen für die einzelnen Frequenzen. Für die Verbindung ins Internet werden Protokolle verwendet wie die PPP-basierten: PPPoE (zum Beispiel in Deutschland und der Schweiz) oder PPTP (zum Beispiel in Österreich und Frankreich).
ADSL wird gegenüber dem Kunden eigentlich generell unter der Bezeichnung
"DSL" vermarktet und verkauft. Die Wortbezeichnung "DSL"
ist dabei ein Sammelbegriff und steht oft für sämtliche Anschlüsse
aus dieser Technologie, also somit auch SDSL oder VDSL.
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