TDSL - eine Wortschöpfung für DSL von der Deutschen Telekom
Bei TDSL oder auch T-DSL handelt es sich um eine Wortschöpfung der Deutschen Telekom. Der Buchstabe "T" steht dabei für die Telekom, ähnlich wie T-Com, T-Online, T-Home, T-Systems oder auch T-Mobile.
TDSL
Bei der Bezeichnung "DSL" handelt es sich eigentlich um die ADSL-Technologie
"over" ISDN und hier speziell um die Geschwindigkeiten zwischen
384 KBit/s bis 6.016 KBit/s. T-DSL wurde von der Deutschen Telekom (als Produkt)
in den Jahren 1999 bis 2007 vermarktet. Glaubt man den Einträgen der
Online Enzyklopädie Wikipedia hatte die Deutsche Telekom zum Ende des
Jahres 2008 insgesamt 13,3 Millionen DSL-Anschlüsse geschaltet. Dies
entsprach damals etwas zwei Drittel aller geschalteten Breitband-Anschlüsse
in Deutschland.
Mit Einführung der T-DSL-Anschlüsse ab Juli 1999 wurde DSL nur in
Verbindung mit einem Telefonanschluss angeboten, vermarkte bzw. geschaltet.
Dieses Produkt bot dem Kunden dann eine Geschwindigkeit von 768 KBit/s im
Download sowie 128 KBit/s im Upload. Das war im Verhältnis zu den ISDN-Leitungen
schon Hochgeschwindigkeits-Internet, denn über ISDN konnten lediglich
68 KBit/s pro Leitung geboten werden. Maximal konnte der Kunde zwei ISDN-Kanäle
mit jeweils 68 KBit/s nutzen und hatte somit eine Maximalgeschwindigkeit von
(2 x 68 KBit/s) 128 KBit/s. Ein Jahr später, also Mitte 2000 wurde DSL
auch den Analog-Telefon-Kunden zur Verfügung gestellt. Hierdurch wurde
DSL einem breiteren Kundenstamm verfügbar gemacht.
Seinerzeit waren die T-DSL-Bündelprodukte noch relativ teuer. Schließlich hatte der Kunde einerseits die Telefon-Grundgebühr zu bezahlen, dann die Grundgebühr für den eigentlichen DSL-Anschluss und dann noch eine monatliche Gebühr für den eigentlichen DSL-Zugangstarif. Auf diese Weise konnten gut und gerne rund 60,00 Euro zusammen kommen. Für diesen Preis konnte der Kunde dann zwar ungehindert im Internet surfen, hatte aber noch keine einzige Minute über seinen Telefonanschluss telefoniert. Diese Kosten kamen zusätzlich noch zu den monatlichen Grundgebühren hinzu.
Gegen Ende des Jahres 2002 wurden die verfügbaren DSL-Bandbreiten dann auf 1.536 KBit/s im Download und 192 KBit/s im Upload erhöht; zeitgleich wurde dann auch DSL-Light mit Geschwindigkeiten von 384 KBit/s im Download sowie 64 KBit/s im Upload eingeführt. Bei DSL-Light handelt es sich ebenfalls um eine ganz normale DSL-Verbindung, nur lagen die Anschlüsse des Endkunden wesentlich weiter vom letzten Übergabepunkt (Verteilerkasten) entfernt und konnten "unterwegs" nicht mehr verstärkt werden. Somit wurden zwar größere Bandbreiten gesendet, doch durch den Datenverlust auf der langen Strecke konnten lediglich 384 KBit/s bei Endkunden gewährleistet werden.
Im Jahre 2004 wurde die Grundgeschwindigkeit von 768 KBit/s auf 1.024 KBit/s erhöht. Zeitgleich wurde dann auch DSL-2000 und DSL-3000 angeboten. Die Upload-Raten konnten mit Geschwindigkeiten von 128 KBit, 192 KBit bzw. 384 KBit/s gebucht werden. Ein Jahr später folgte dann eine weitere verfügbare Erhöhung der Bandbreite auf 6.016 KBit/s im Download bzw. 576 KBit/s im Upload. Bei dieser Geschwindigkeit ist bei DSL Schluss, danach folgt ADSL2+ mit einer Geschwindigkeit von bis zu 16.000 KBit/s und VDSL mit einer Geschwindigkeit von bis zu 50.000 KBit/s.
Bis Mitte 2004 wurde T-DSL lediglich von der Deutschen Telekom angeboten.
Danach öffnete die Telekom sein Netz auch für die Konkurrenz, die
DSL dann als T-DSL-Resale-Anschlüsse vermarkteten. Die "Mietgebühr"
für die Durchleitung der Datenströme durch die Telekom-Leitungen
werden einmal jährlich von der Bundesnetzagentur festgelegt. Mit Streichung
des "Ts" im Produktnamen (Ende 2007) werden die Breitband-Anschlüsse
eigentlich nur noch unter der Bezeichnung "DSL" vermarktet.
Obwohl zwischenzeitlich alle namhaften Breitband-Netzbetreiber und auch DSL-Provider
Breitband-Internet anbieten und Breitband-Internet sogar über die Mobilfunk-Netze
möglich ist, gibt es immer noch Regionen in denen die Versorgung auch
heute noch (Stand 07/2010) nicht gewährleistet werden kann. In den meisten
Regionen Deutschlands ist das Breitband-Internet verfügbar, doch wenn
man in "Unter-Tuttlingen" wohnt, darf man fürs Schmalband-Internet
immer noch sehr viel Geld bezahlen. Die Bundesregierung hat zwar beschlossen,
dass bis zum Ende des Jahres 2010 jeder Haushalt in Deutschland mit einer
Internet-Verbindung von mindestens 1 MBit/s versorgt sein soll, doch ob diese
Versorgung tatsächlich realisiert werden kann (Stichwort Digitale
Dividende) bleibt abzuwarten.
Ein Wort noch zur Bezeichnung "Unter-Tuttlingen": Es gibt tatsächlich
ein Kreisgebiet Tuttlingen, wie die Recherche auf dem Portal www.kreisgebiet.de zeigt.
"Unter-Tuttlingen" ist nur eine Wortspielerei so wie "Bei Hempels
unterm Sofa" und hat mit einer möglichen Abwertung dieser Region
natürlich nichts zu tun. Aber mit Wortschöpfungen haben wir es ja,
wie T-DSL, T-Online oder T-Com von der Deutschen Telekom zeigen ;o)
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