VDSL - Hochgeschwindigkeits-Internet mit 50 MBit/s
VDSL steht für die Abkürzung "Very High Speed Digital Subscriber Line" und ist die Nachfolge-Technologie für DSL bzw. ADSL. Das Netz besteht, bis auf die so genannte "Letzte Meile" aus Glasfaser und kann Datentransferraten zum Kunden bringen, die etwas über 50 MBit/s liegen.
VDSL:
Für Deutschland wurde VDSL bekannt, als der ehemalige Telekom Chef Kai-Uwe-Ricke im Oktober 2005 ankündigte, er sei bereit, für mehr als drei Milliarden Euro ein Hochgeschwindigkeitsnetz in 50 deutschen Städten einzurichten, dass dem Kunden eine Geschwindigkeit von mindestens 50 MBit/s ermöglicht. Voraussetzung für diese Investition sei allerdings, dass die Bundesnetzagentur dem Unternehmen für eine gewisse Zeit keine Auflagen in der Form auferlegt, dass die Telekom das Netz mit der Konkurrenz zu teilen hat. Die Telekom wollte die so genannten "Pioniergewinne" abschöpfen, weil sie schließlich auch das Geld für dieses Netz investiere.
Obwohl die Telekom dann bereits im Februar 2006 mit der Aufrüstung der Netze begann, folgte ein heftiger Streit in der Öffentlichkeit und bei den betroffenen Institutionen darüber, ob die Telekom eine derartige Forderung stellen darf. In der Folge unterstützte die Bundesregierung unter der damals noch "jungen" Bundeskanzlerin Angela Merkel das Vorhaben der Telekom und sorgte sogar für einen entsprechenden Passus im Telekommunikationsgesetz. Hierdurch aber fühlten sich die Vertreter der Telekom-Konkurrenten genötigt, heftigen Protest einzulegen. Sogar die EU-Kommission schaltete sich ein und forderte die Abänderung des deutschen Telekommunikationsgesetzes zugunsten der Telekom-Konkurrenten. Die EU-Kommission brachte sogar eine Klage gegen die Bundesregierung vor dem höchsten EU-Gericht auf den Weg.
Zwischenzeitlich sind mehr als 50 deutsche Großstädte mit VDSL versorgt und zwischenzeitlich hat die Telekom sein VDSL-Netz auch für die Konkurrenz geöffnet.
Konkret kann der Kunde jetzt VDSL-Leitungen buchen, natürlich nur in den aufgerüsteten Städten, die eine Geschwindigkeit von bis zu 50 MBit/s erlauben. Die Upload-Rate verspricht dabei bis zu 11 MBit/s. Die Provider werben gerne mit VDSL und suggerieren dabei, dass die Hochgeschwindigkeitsleitungen bundesweit verfügbar wären. In welchen Städten VDSL verfügbar ist, prüfen Sie am besten durch eine DSL Verfügbarkeit. Dadurch erspart man sich unter Umständen die höheren Kosten, sofern nur geringere Bandbreiten geliefert werden können.
Genutzt wird dieses Netz derzeit (Stand 2010) hauptsächlich, um dem
Kunden so genannte Triple-Play-Angebote anzubieten. Hierbei wird dem Kunden
neben eine Hochgeschwindigkeits-Internet-Leitung, Telefon (Voice-over-IP)
und IPTV, also Internet-Fernsehen geboten. Forciert werden die Fernseh-Angebote
natürlich durch die Deutsche Telekom (T-Home). Derzeit wirbt die Telekom
überwiegend mit der ersten Bundesliga in HDTV Qualität; man erhält
in Kochsendungen aber auch so wichtige Informationen wie die Zubereitung der
"Lippischen
Pickerts" aus Augustdorf,
einer Gemeinde in Nordrhein-Westfalen, Kreis Lippe.
Spaß beiseite:
Nach der Prüfung der Verfügbarkeit sollte man dann die von den verschiedenen
Providern angebotenen Tarife und DSL-Komplett-Pakete vergleichen. Das von
mir empfohlene Portal dslweb.de biete unter --> DSL Vergleich die richtige Einstiegsseite für DSL-Angebote. Man wird
menügesteuert auf entsprechende Übersichtsseiten geleitet.
Um die Last der Investitionen für weitere Netze nicht alleine tragen
zu müssen, hat die Deutsche Telekom mit verschiedenen Konkurrenten VDSL-Netze
in Kooperation aufgebaut. Hierbei haben die Partner die gegenseitigen Nutzungsrechte
ohne Kostenanrechnung der jeweils anderen Seite vereinbart. In einer weiteren
Kooperation überlässt die Telekom den Konkurrenten zwischenzeitlich
auch die Leerrohre zu Installation und Nutzung eigener VDSL-Netze.
- warum ist mein internet mit einer 16000er VDSL verbindung so langsam?
- Keine Internetverbindung nach Umschaltung auf VDSL?
